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Hauptbahnhof Frankfurt / Main
Sanierung der Fassade

Im Zuge der Umgestaltung des Frankfurter Hauptbahnhofs wurde die SEHLHOFF GMBH für den „Teilbereich Ostportal“ mit der Technischen Projektleitung für neuerliche Sanierungsmaßnahmen betraut. Bei der vorherigen Sanierung des Portals wurde die gesamte Sandsteinfassade hydrophobiert und reagierte mit sogenannten Abschälungen. Auch sind offensichtliche Bauteilverschiebungen am Portalbogen aufgetreten, denen nachgegangen wird. Es wurden Ausschreibungen an die Ergebnisse der Gutachter angepasst, Massen erhöht und fehlende Gewerke ergänzt. Im Rahmen ihres Leistungspaketes hat die SEHLHOFF GMBH als Bauherrenvertreter unter anderem den Firmenpool während der Bauphase zu koordinieren. Hierbei sind die Aspekte des Budgets und des Bauens im öffentlichen Raum, aber auch die Einbindung der Baustelle in Events einer Rund-um-die-Uhr pulsierenden Stadt die großen Herausforderungen für alle Projektbeteiligten.

 

Temporäre Translozierung erfolgreich beendet - Atlasfest am 31. August 2014 in Frankfurt am Main

Die Deutsche Bahn, vertreten durch DB Station & Service AG Regionalbereich Mitte, Frankfurt/Main sanierte zwischen 2013 und Frühjahr 2014 die Natursteinfassade des Hauptportals an der Ostseite des Empfangsgebäudes einschließlich der angrenzenden nördlichen und südlichen Seitenflügel des Hauptbahnhofs der Stadt Frankfurt am Main. Die SEHLHOFF GMBH wurde vor genau einem Jahr projektleitend in ein engagiertes Team von Denkmalpflegern, Restaurierungsfirmen, Steinmetzen und Kupferschmieden integriert. Aufgabe war, fachliche und finanzielle Entscheidungen der Bauherrin vorzubereiten und zu begleiten, Zeitplanalternativen zu entwickeln und Genehmigungsprocedere zu managen.  

Die Arbeiten an der Sandsteinfassade und deren Kupferblechverwahrungen sind inzwischen abgeschlossen. Verblieben war noch die umfänglich durch Gutachten, Finanzierungs- und Kostenalternativen vorbereitete Option Sanierung-der-Großplastik-‚Atlasgruppe‘ anzugehen, die das ‚Vestibül‘, die Haupthalle, krönt.

Die Skulptur wurde schließlich für zwei Monate vom Dach zum Vorplatz transloziert, um hier in einer ‚Bauhütte‘ fachgerecht restauriert und konserviert zu werden. Am letzten Augusttag 2014 konnte mit aller Feierlichkeit und einem anschließenden Jahrmarktsfest, (dessen Organisation auch unter die Projektleitungsaufgaben fiel) der Remontage-Hub zurück in 30 Meter Höhe über dem Bahnhofsvorplatz bestaunt und beklatscht werden. Einhellige Meinung der Frankfurter: Atlas‘ Augen wurden lebendiger, Kronen strahlender, die Tierkreisbanderole um den Erdball aussagekräftiger.

Aber natürlich stand die langfristige Erhaltung der Standsicherheit für dieses weithin sichtbare Wahrzeichens des Frankfurter Bahnhofsviertels im Mittelpunkt der Atlassanierung.   

 

SEHLHOFF GMBH kann auch Kunst

Rund 350.000 Reisende besuchen täglich den Hauptbahnhof in Frankfurt am Main, auf dessen Dach ein spektakuläres Kunstwerk thront. Die laut Deutscher Bahn AG wichtigste Verkehrsdrehscheibe im deutschen Zugverkehr wurde 1888 als Centralbahnhof Frankfurt eröffnet. Ein Jahr später wurde auf dem Scheitelpunkt der Dachmitte die 6,3 Meter hohe und rund 6 Tonnen schwere Skulptur des Braunschweiger Bildhauers Gustav Herold installiert. Die in Bronze getriebene Figurengruppe zeigt den Helden Atlas aus der griechischen Mythologie, der - begleitet von den Symbolfiguren für Dampf und Elektrizität - die Weltkugel auf seinen Schultern trägt.

Wie in der obigen Projektbeschreibung beschrieben, restauriert die DB Station&Service AG zurzeit die historische Fassade des Hauptbahnhofs. Im Rahmen einer vorsorglichen Begehung der Gerüste während der Herbststürme 2013 entdeckten die bauüberwachenden Ingenieure, dass sich mindestens eine Figur der Atlasgruppe bei Windangriff stark verformt und sich sogar mit Handdruck bewegen lässt. Aufgrund der Gefährdung des Zusammenhalts der Figur im oberen Drittel erfolgte umgehend eine Sicherung. Im Anschluss ergaben gutachterliche Untersuchungen, dass teilweise irreparable Schäden an der ursprünglichen Befestigung auf dem Postament vorliegen. Da sich das Kunstwerk in 28 bis 35 Meter Höhe befindet, sind die speziellen Schweißarbeiten (Feuerschweißen/Schmieden) am Skelett der Figuren zur erneuten Befestigung und Sicherung nicht vor Ort durchführbar.

Deshalb wird die monumentale Skulptur nun für einen Zeitraum von zwei Monaten vom Dach in eine Bauhütte auf dem Vorplatz versetzt, wo sie von Spezialisten fachgerecht restauriert und konserviert wird. An dieser Aktion ist die SEHLHOFF GMBH als Bauherrenberater und im Projektmanagement beteiligt. So stellten die SEHLHOFF-Experten den Planern 3D-Visualisierungen der Bauzustände zur Verfügung, die eine Optimierung des Gerüst- und Traversenbaus sowie der Gerüstvorhaltung ermöglichen.

Während der Restaurierungsmaßnahmen werden Baustellenführungen angeboten. Zum 126. Bahnhofsgeburtstag im August 2014 ist die Remontage der Atlasgruppe auf dem Bahnhofsdach in Verbindung mit einem Fest vorgesehen.

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