Was wäre die Welt ohne Architektur und die Baumeister früherer Zeit? Architektur verändert seit Tausenden von Jahren die Wahrnehmung unserer Umgebung, organisiert unser Miteinander und transportiert Weltanschauungen. Baukünstler vergangener Zeiten hinterließen uns gemeißelte Geschichtsbücher, heutzutage hingegen leidet die Baubranche unter einer verzerrten öffentlichen Wahrnehmung. Gleichzeitig befindet sie sich in einer so hervorragenden Situation wie seit Jahrzehnten nicht mehr – es wird Zeit, umzudenken (nachzulesen im Schreiben der SEHLHOFF-Geschäftsleitung).

Zum Thema Wertschätzung im Bauwesen

Die römischen Aquädukte

Wer bereits in Rom war, der muss unweigerlich über die architektonischen Meisterleistungen der Bauleute vergangener Zeit staunen.
Die römischen Aquädukte gehören dabei zu den erstaunlichsten Errungenschaften der antiken Baukunst, obwohl die Versorgung über Wasserleitungen bereits vor den Römern bekannt war.
Die Römer bauten Aquädukte, um Wasser von einer Quelle bis in das rapide wachsende Rom führen zu können,- ohne Wasser hätte Rom nie zur mächtigsten Metropole der Welt wachsen können. Hunderte Millionen Liter waren tagtäglich für diesen beispiellosen Aufstieg nötig.

Die Aqua Virgo ist einer der elf Aquädukte, die die Stadt Rom in der Antike mit Wasser versorgten, und der einzige, der bis heute ununterbrochen in Betrieb ist – ein phänomenales Beispiel für nachhaltige Baukunst, von niemandem so perfektioniert wie von den Ingenieuren aus der Tiberstadt.

Schon beim Bau eines Aquädukts wurden von den römischen Ingenieuren Vorkehrungen zur späteren Wartung vorgenommen. So bauten sie Schächte mit Einstiegsluken, um an die unterirdischen Teile der Konstruktion zu gelangen. Selbst eine temporäre Umleitung des Wassers war möglich. Am imposantesten sind die oberirdischen Aquädukte anzusehen, die jedoch nur einen kleinen Anteil der Fernleiter ausmachten. Der weitaus größere Teil verlief unterirdisch, zum Schutz vor Feinden, aus ökonomischen Gründen und nicht zuletzt, um den Kanal vor Wind und Wetter zu bewahren.

Die Golden Gate Bridge

Heute kann man sich gar nicht mehr vorstellen, dass es einmal eine Zeit vor der Golden Gate Bridge gegeben hat. Sie ist nicht nur ein technisches Meisterwerk – auch ihre Eleganz und Schönheit hat sie weltberühmt gemacht. Dabei war das Projekt zu Anfang äußerst umstritten, nicht zuletzt aus Angst vor Erdbeben. Es brauchte einen kühlen Finanzier und einen heißblütigen Visionär, um die ikonische Brücke tatsächlich zu verwirklichen.

Und die Konstruktion ist einmalig: auf einer Gesamtlänge von 2.727 Metern passieren jährlich mehr als 40 Millionen Autos die Brücke. Das charakteristische „International Orange“, anfangs nur ein Provisorium zum Schutz vor Korrosion, gefiel den Einheimischen so gut, dass es bis heute dabei geblieben ist. Die längste ist sie schon lange nicht mehr, sicherlich aber eine der schönsten Brücken der Welt. Sie vervollständigt nicht nur die Landschaft, sie verbindet Land, Himmel und Meer

Der erste Entwurf, der Ende der 20er Jahre vorgelegt wurde, ist glücklicherweise nicht verwirklicht worden. So bezeichneten ihn zeitgenössische Kritiker als „eine nach unten hängende Rattenfalle“. Der Entwurf wurde zurückgezogen und von Spezialisten durch einen neuen, besseren ersetzt. So entsprach die markante Form der Pfeiler nicht nur dem damaligen Zeitgeschmack, sondern gilt auch heute noch als modern – 1995 wurde die Brücke sogar zu einem modernen Weltwunder erklärt.
Fast täglich ist eine Kolonne von Fachleuten mit Pinseln und Sprühgeräten im Einsatz, um Rost und Abnutzung zu bekämpfen und die Brücke in Stand zu halten. Nicht zuletzt deswegen ist Golden Gate Bridge eine der wichtigsten Attraktionen San Franciscos und noch immer die meistfotografierte Brücke der Welt.

Die Elbphilharmonie

Sie hat Schlimmes erlebt: Bauverzögerungen, Kostensteigerungen, Krisen und sogar einen einjährigen Baustopp. Trotz weltweiter Begeisterung wird die Elbphilharmonie vermutlich noch eine geraume Zeit die Erzählung als Pannen- und Prachtbau aushalten müssen.
Dabei ist mit der „Elbphi“ ein Hightech-Gebäude entstanden, in dem modern und nie dagewesene Technologien bis an die Grenze des Denkbaren ausgereizt werden. Die Raumkonzepte sind von Fußballstadien abgeschaut und vom Shakespear‘schen Rundtheater inspiriert – für das Versprechen akustischer Demokratie.
Aber auch das Außenbild fügt sich in die hamburger Kulisse. Mal solide, mal verflüssigt, mal grau, eben wie das Wetter. Ein architektonisches Kunststück, denn kaum eine Fassade solidarisiert sich so sehr mit seiner Umgebung.
Die Elbphilharmonie steht für vieles, was über den Hamburger Horizont hinausreicht. Sie ist ein Bauwerk, das für Technik, Kultur und den Willen, wider anfänglicher Kritik Bedeutendes zu erschaffen, steht.

Die Plaza ist der zentrale Platz der Elbphilharmonie. Von hier aus sind sämtliche Konzertsäle, das Hotel, die Wohnungen sowie Restaurants und Shops zugänglich. Gleichzeitig fungiert sie als Aussichtsplattform über den Hafen und die Stadt Hamburg.
Superlativ um Superlativ: Die Rolltreppe der Elbphilharmonie verfügt über ein vielfaches an Leistung gegenüber gewöhnlicher Kaufhausrolltreppen. Steht auf jeder der fast 200 Stufen ein Erwachsener, müssen die vier Antriebe immerhin etwa 15 Tonnen bewegen. Dabei ist die „Tube“,- übrigens die längste, freistehende Rolltreppe Deutschlands – so konstruiert, dass niemals von einem ihrer Enden zum anderen gesehen werden kann: Ein Wunderwerk der Rolltreppentechnik.

Die „neue“ Frankfurter Altstadt - ein Jahrhundertprojekt

Einst erstreckte sich eine der schönsten und größten zusammenhängenden Fachwerkstädte des Landes im Frankfurter Stadtzentrum, ehe sie im Zweiten Weltkrieg beinahe völlig zerstört wurde.
Das nicht unumstrittene Projekt dessen Wiederaufbaus stellte sich keiner geringeren Herausforderung, als der Stadt ein Stück Heimat zurückzugeben. Anhand historischer Foto- und Kartenmaterialien, mit Hilfe alter Werkstoffe, handwerklichem Können und liebevoller Detailtreue wurden nach und nach die charmanten Stadthäuser rekonstruiert,- und das nach neuesten Bauvorschriften. Die Geschichte und die Gegenwart der Stadt treffen hier aufeinander. So ist die neue Altstadt nicht nur Identitätsanker für die Bewohner Frankfurts, sondern auch ein Anziehungspunkt für viele internationale Gäste geworden.
Selten werden historische Spuren so einmalig und emotional sichtbar wie hier. Mit diesem Projekt bekam Frankfurt sein Herz zurück.

Auf rund 7.000 Quadratmetern entstanden 35 historische Häuser, 15 davon Rekonstruktionen und 20 den alten Fachwerkbauten nachempfundene Gebäude, das sind 75 Wohnungen und 30 Werbeflächen – ein kaum zu meisternder Spagat. Doch trotz des historischen Bezugs ist ein überaus modernes Viertel entstanden: von der stadträumlichen Vernetzung über die verkehrliche Erreichbarkeit des autofreien Wohngebietes bis zu den unter der Bebauung liegenden Tiefgaragen wurde jeder Planungsaspekt diskutiert und gelungen umgesetzt. Ein wichtiges Stück Stadtreparatur ist gemeinsam mit SEHLHOFF erfolgreich umgesetzt worden und dient nun mitunter, ungeachtet seines zurückblickenden Altstadt-Namens, als Vorbild für neuentstehende Stadtbereiche.

Wir sind Wertschätzer einer eindrucksvollen Baukunst

Baumeister verändern die Welt seit Jahrtausenden maßgeblich. Die Welt und die Baubranche entwickeln sich weiter: Sie werden digital, komplexer und noch anspruchsvoller. Wir sind stolz auf eine spektakuläre Baukunst in Deutschland – Wir sind Wertschätzer. Bauen schafft Lebensräume aus der Leidenschaft zum Beruf. Bauen ist Kunst. Die Baubranche arbeitet mit moderner Technik und hat anspruchsvolle Ziele. Bauwerke sind in Stein gemeißelte Geschichtsbücher – gestalten wir aktiv unsere Zukunft! Wir können stolz sein auf unsere Bauwerke. Wir sind Wertschätzer einer eindrucksvollen deutschen Baukunst.